Start der Kampagne #LUXlikeHeroes


Pressemitteilung LPC vom 11.05.2020

 

#LUXlikeHeroes: Neue Kampagne von Paralympics Luxemburg

 

#LUXlikeHeroes – so lautet der Slogan der neuen Kampagne des Paralympischen Komitees Luxemburg. Das Ziel: Menschen mit Behinderung bewusst machen, welch vielfältige Möglichkeiten der paralympische Sport bietet, sich körperlich zu betätigen. Gleichzeitig soll der luxemburgischen Öffentlichkeit verdeutlicht werden, welche Leistungen Sportlerinnen und Sportler mit einer Einschränkung erbringen können.


Nach der Verschiebung der Paralympics in Tokio und vieler anderer Wettkämpfe 2020 soll #LUXlikeHeroes in der Zeit der Corona-Pandemie und danach auch dazu dienen, auf die gesundheitliche und soziale Bedeutung des Sports für Menschen mit Behinderungen aufmerksam zu machen.
In den nächsten Wochen und Monaten werden die Athletinnen und Athleten aus dem luxemburgischen Behindertensport vorgestellt, zudem kommen auch Trainerinnen und Trainer sowie der Vorstand zu Wort. Jede Woche befasst sich mit einer Athletin oder einem Athleten und der jeweiligen Sportart – damit am Ende ein umfassendes Bild über den Sport für Menschen mit Behinderung hierzulande entsteht.
Der bekannteste paralympische Athlet ist Kugelstoß-Weltrekordhalter Tom Habscheid, auch Triathlet Joé Kurt hat noch große Hoffnungen auf eine Qualifikation für die Paralympics in Tokio im kommenden Jahr. Sportschütze Steve Nothum zählt nach einem starken ersten Wettkampfjahr ebenfalls zu den Besten seiner Sportart und die jungen Tischtennisspieler Philippe Hein, Chris Peters und Matteo Scuto sowie Routinier Roby Mangen trainieren bei der dreifachen Olympionikin Olga Nemes. Dazu gibt es in der Leichtathletik, im Schwimmen, Radsport, Boccia, Badminton, Rollstuhltanz und Rollstuhlbasketball weitere ambitionierte Athletinnen und Athleten, die spannende Geschichten zu erzählen haben und tolle Botschafterinnen und Botschafter für den paralympischen Sport sind.


Anbei finden Sie kurze Zitate der Sportlerinnen und Sportler, um einen kleinen Überblick über die Menschen zu bekommen, die in den kommenden Wochen vorgestellt werden. Sollten Sie Interesse haben, die Kampagne mit einer Berichterstattung zu begleiten, lassen Sie es uns gerne wissen: Wir stellen Ihnen gerne honorarfrei Fotomaterial zur Verfügung und realisieren Ihre Interviewwünsche.


Tom Habscheid (33) ist Luxemburgs Aushängeschild im Parasport – nicht nur wegen seiner ansteckend guten Laune und der auffälligen bunten Sportprothese. Er ist Vizeweltmeister im Diskus- und Kugelstoßen und hat ein großes Ziel: Gold bei den Paralympics 2021 in Tokio.


„Ich hoffe, dass ich in Zukunft eine Inspiration für andere Athleten sein kann – mit und ohne Behinderung.“


Joé Kurt (30) hat eine Spastik und Hörbehinderung und ist die zweite Tokio-Hoffnung aus Luxemburg: 2018 war er Dritter bei der Triathlon-WM und hat sein Potenzial noch nicht ausgeschöpft – bei seinen ersten Paralympics will er es allen zeigen.


„Zuerst war ich Rad fahren, dann war mir langweilig, also bin ich Laufen gegangen. Irgendwann hat der Doktor gesagt, ich soll schwimmen gehen und schon hatte ich drei Sportarten.“


Sandra Schwinninger (39) ist eine Powerfrau: Sie ist Lehrerin, zweifache Mutter, hat eine Tetraplegik mit Seh-, Sprech- und Hörschwierigkeiten und ist Para Schwimmerin. Ihr Traum: Für Luxemburg international zu starten, vielleicht sogar 2024 in Paris.


„Beim Schwimmen liebe ich, dass man frei ist und sein Handicap nicht so spürt.“


Steve Nothum (33) hat eine Ataxie und ist im Sportschießen schon in der erweiterten Weltspitze angekommen. Da seine Disziplin in Tokio nicht paralympisch ist, hofft der Zöllner auf eine Teilnahme 2024 in Paris – und darauf, einmal auf dem Podium stehen zu dürfen.


„Ich habe gelernt, nach meinem Unfall zu kämpfen und nicht aufzugeben. Man kann vieles erreichen, auch im Sport.“


Chris Peters (23) hat einen Hüftschaden und ist ein Allrounder im Paralympischen Team: Zwischenzeitig ging er im Rollstuhlbasketball für die LUX Rollers auf Korbjagd. Mittlerweile fokussiert sich der 23-Jährige wieder auf Tischtennis, da er dort größere Chancen auf eine Paralympics-Teilnahme sieht.


„An meiner Sportart liebe ich die Vielfältigkeit, die Schnelligkeit und dass ich sehr viele neue Leute kennenlerne.“


Amsal Redzepovic (19) ist seit diesem Jahr im Para Cycling dabei, hat eine infantile Zerebralparese mit Tetraspastik und fährt ein Hightech-Sportdreirad. Mit einem Liegerad auf drei Rädern fuhr der gebürtige Serbe einst 230 Kilometer von Lüttich nach Luxemburg in nur drei Tagen. Sein neues Ziel: die Paralympics 2024 in Paris.


„Mein Ziel ist es, junge Leute zu motivieren, dass sie auch mit einer Einschränkung Sport machen können.“


Philippe Hein (23) hat eine linksseitige Hemiparese und ist neu im Tischtennis-Team der Luxemburger. Der Traum des Studenten: sich weiter zu verbessern, um irgendwann an den Paralympics teilnehmen zu können.


„Ich bin stolz, für Luxemburg starten zu können, weil ich mich mit großen Nationen messen darf und in jedem Spiel mein Bestes geben kann.“


Roby Mangen (52) hat eine Odyssee von 43 Operationen hinter sich, hat eine Hüft- und Knieprothese und keine Kniescheibe mehr. Das Ziel des Polizisten: schmerzfrei zu sein, mit seinem Tischtennis-Team aufzusteigen und mehr Menschen für seine Sportart zu begeistern.


„An meiner Sportart liebe ich am meisten, dass ich mich nicht auf den Schmerz fokussiere, sondern voll abschalten kann, um ein super Spiel hinzubekommen. Das macht mir unglaublich viel Spaß.“